Novalis Eurythmie Ensemble, Klar wie Glas ist die Stunde, Anna Radin
Novalis Eurythmie Ensemble, Klar wie Glas ist die Stunde, Benedikt Bosch, Victoria Cid
Novalis Eurythmie Ensemble, Klar wie Glas ist die Stunde, Benedikt Bosch, Victoria Cid

Seit April 2021

Ein Oberstufen- / Abendprogramm

„Das Tier […] ist, was es ist, unfraglich. Anders der Mensch: aus dem Gattungsbereich der Natur ins Wagnis der einsamen Kategorie geschickt, von einem mitgeborenen Chaos umwittert, schaut er heimlich und scheu nach einem Ja des Seindürfens aus […]." (Martin Buber)

„Wann sind wir, was wir sind, in Wahrheit wirklich?“ Diese Frage aus Octavio Paz' Hymnus Sonnenstein bildet gewissermaßen den Hintergrund unseres Programms „Klar wie Glas ist die Stunde“.
Weit entfernt von einem bejahenden, flammenden Selbstsein befinden sich die drei menschlichen Figuren, welche wir im ersten Teil des Programms auf der Bühne sehen.
In der Düsternis des Entwurzelt-Seins und Entfremdet-Seins beginnen ihre Wege. Auf diesem Weg sind sie jedoch nicht allein. Der Zuschauer kann verfolgen, wie sich ein Wesen aus dem Hintergrund in die Szenerie einmischt, dessen Bestreben es ist, dass aus dem Entwurzelt-Sein die Gleichgültigkeit oder aus der Entfremdung die Verzweiflung erwächst.
Aus ihrer Mitte gefallen erscheinen diese Gestalten. Sie haben ihr inneres Gleichgewicht verloren, sind anfällig geworden. Doch verloren sind sie nicht. Es sind eigene Fragen, die es vermögen, sie wieder in ihrer Mitte zu berühren und Türen zur Veränderung zu öffnen: „Soll ich mich allem wieder nähern?“ Ebenso ist es die Musik, welche ihre Seelen wieder erweichen und zart resonieren lässt. Liebevoll begleitet von der Güte eines Wesens, welches ihnen helfend, sie bejahend, zur Seite steht, auch in Momenten, in denen andere Kräfte stärker erscheinen.

Es ist ein Feiermoment der Wandlungsmöglichkeit des Menschen, dass die von Zweifel Geplagten, durch Gleichgültigkeit Verrohten, am Ende des Programms kräftig aussprechen können: „Lasst uns ein Feuer anzünden, das die Zäune einäschert, an denen wir an uns selber entlanggehen!“.
Haben letztendlich nicht doch alle beteiligten Menschen und Wesen Anteil an dem zurückgelegten Weg gehabt, die miterlebenden Zuschauenden miteingeschlossen?

Das Programm „Klar wie Glas ist die Stunde“ ist eine Komposition lyrischer Werke von Rose Ausländer, Ingeborg Bachmann, Erika Burkart, Octavio Paz und Carl Zuckmayer; mit musikalischen Werken von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy (nicht in der Schülerfassung), Zoltán Kodály, Franz Liszt, Arvo Pärt und Sergey Rachmaninov.

Aus dem Gästebuch:

„Wunderschöne Vorstellung. Für Herz und Geist.“

„Eure Ausdruckskraft ist mir bleibender Eindruck.“

„So hingegeben und frei und unprätentiös wie Ihr Euch bewegt habt..... wunder-wunderbar!!!“

Eurythmie | Benedikt Bosch, Victoria Cid, Andrea Meneses, Katharina Okamura und Anna Radin

Sprache | Frank Buchner

Musik | Elisabeth Grünert

Regie | Novalis Eurythmie Ensemble

Dauer: ca. 60 Min. / Schülerprogramm 45 Min. mit Einführung / Alter: Oberstufe, Erwachsene.